Grundlagen der PR

Blogger Relations: Geschätzter Partner oder billiger Multiplikator?

von am Okt 29, 2013

Blogger Relations. Das ist ein heißes Thema. Wenn Unternehmen ein Blog haben, müssen sie sich mit anderen Bloggern vernetzen. Da sie in diesem Fall selbst als Blogger auftreten, geschieht dies auf Augenhöhe. Hoffentlich. Doch was passiert, wenn Öffentlichkeitsarbeiter bekannte Blogs für ihre Zwecke nutzen wollen? Ist der Blogger dann noch geschätzter Kollege oder doch eher billiger Multiplikator? Der Beziehung zwischen Bloggern und PR-lern will Mike Schnoor mit seiner Blogparade „Blogger Relations“ auf den Grund gehen. Und auch ich habe mir ein paar Gedanken zu diesem Thema gemacht.

Vermeintliche Blogger Relations von Unternehmensseite

Glücklicherweise halten sich Unternehmen bei mir bislang zurück. Zu speziell ist wohl mein kommunikationsABC – zu unspezifisch mein zweites Blog jeden-tag-ein-tipp.de. Trotzdem verirrt sich ab und an eine Anfrage in mein Postfach:

„Hallo, wir haben einen neuen Lippenstift auf den Markt gebracht. Wenn du magst, schicken wir dir einen. Du testest ihn und wenn du einen netten Beitrag über uns schreibst, darfst du ihn sogar behalten!“

Gut, ganz so frech sind diese Anschreiben nicht, doch die Aussage ist gut getroffen. Die Unternehmen wollen, dass ich Ihnen bei ihrer PR und ihrem Marketing helfe. Doch da ich als Blogger in ihren Augen nur minderwertige Arbeit leiste, bin ich ihnen nur ein flapsiges Anschreiben und ein Werbegeschenk wert.

Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer: Die PR-Verantwortlichen haben schon irgendwie erkannt, dass Blogs und deren Leser immer wichtiger werden – doch geht ihnen das zuwider. Einerseits verständlich, denn in den klassischen Medien kennen sie sich aus und wissen, an wen sie sich wenden müssen. Die Blogosphäre ändert sich jedoch jeden Tag. Entsprechend halbherzig sprechen sie uns an und nehmen uns häufig nicht ernst. Eine ganz schlechte Ausgangslage für eine künftige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Auch Blogger haben eine Zielgruppe

Ich persönlich kann jedem PR-Profi daher nur empfehlen, sich an die Grundlagen seiner Arbeit zu erinnern: Bevor Sie einen Blogger ansprechen, definieren Sie dessen Zielgruppe! Es bringt nichts, jedem Modeblogger ungefragt eine Lippenstift-Pressemitteilung zu schicken und auf Reaktionen zu hoffen. So hinterlässt man schlimmstenfalls verbrannte Erde und behandelt qualitativ hochwertige Blogger ebenso schäbig wie Schundblogger.

Einen Journalisten kontaktieren Sie, bevor Sie ihn auf den Verteiler setzen. Warum nicht auch den Blogger? Einem Journalisten bieten Sie Interviews und Hintergrundberichte an? Warum nicht auch dem Blogger? Zu einem Journalisten bauen Sie eine langfristige Beziehung auf. Warum nicht auch zum Blogger?

Ein Blogger ist auch nichts anderes als ein Journalist. Das kleine Modeblog mag zwar nicht so viel Reichweite haben wie die „Elle“; doch verfügt es über eine feine Leserschaft, die sich voll und ganz dafür interessiert, was der Blogger zu sagen hat. Streuverluste gibt es hier nicht. Eigentlich ein Schlaraffenland für jeden Pressearbeiter. Doch nur, wenn er sich durch höfliche Anfragen und freundliche Kontaktpflege Zutritt verschafft.


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Grundlagen der PR

Blogparaden und Unternehmens-PR – passt das?

von am Aug 14, 2013

Blogparaden: Das ist das aktuelle Thema einer Blogparade auf Karrierebibel.de. Blogger sind hierbei aufgerufen, ihre Tipps und Erfahrungen mit ihren Lesern zu teilen. Auch das kommunikationsABC wird sich an dieser Blogparade beteiligen: Denn Blogparaden sind in der Unternehmens-PR ein sehr gutes Mittel, wenn man Leser, Interessenten und Kunden gewinnen will.

Was ist eine Blogparade?

Beginnen werden wir mit einer kurzen Definition, auch wenn diese überall im Netz zu finden ist. Bei einer Blogparade ruft ein bestimmter Blogger zu einer Art Artikelsammlung auf. Viele andere Blogger schließen sich an, schreiben einen Artikel zu dem vorgegebenen Thema und sorgen so dafür, dass ihr Blog bekannt wird. Sie profitieren damit von der Bekanntheit des Bloggers, der zu der Blogparade aufgerufen hat. Den dieser verlinkt von seinem Beitrag auf die Artikel aller Teilnehmer und erstellt oft sogar Sammellisten und Auswertungen.

Was bringt eine Blogparade für die Unternehmenskommunikation?

Wer sein Unternehmensblog schnell bekannt machen will, kann durchaus von themenrelevanten Blogparaden profitieren. Denn gerade Unternehmen haben es schwer, als zuverlässige Informationsquelle wahrgenommen zu werden. Viele Leser vermuten Werbung und bleiben daher vielleicht fern. Wer sich jedoch wertfrei zu vorgegebenen Themen äußert und mit anderen Bloggern verbindet, kann Links zu seinem Blog schnell im gesamten Web verteilen – noch dazu kostenlos.

Was spricht denn dagegen, dass ein Party-Service ein Rezept in einer Blogparade zum Thema „Möhren“ veröffentlicht? Oder wenn ein Finanzdienstleister zum Thema „Wie legt ihr euer Geld an?“ über die Vor- und Nachteile von Hedgefonds aufklärt? Hauptsache ist, dass der Beitrag neutral ist und zur Blogparade passt.

Apropos …

Damit dieser Beitrag die Kriterien der Blogparade erfüllt, sollte ich nun meine Erfahrungen und Tipps zum Besten geben. Doch leider halten sich diese sehr in Grenzen. Bislang habe ich es oftmals versäumt, an Blogparaden teilzunehmen und damit meine Bekanntheit zu erhöhen. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder ich habe von interessanten Blogparaden erst erfahren, als diese bereits beendet waren. Dadurch habe ich es verpasst, meine Blogs noch bekannter zu machen – ein grober Fehler, wie ich im Nachhinein sagen kann. Doch dies bedeutet im Umkehrschluss nur, dass andere aus meinen Fehlern lernen können.

Mein Tipp zum Thema Blogparaden

Bis jetzt habe ich nur an zwei Blogparaden teilgenommen, dies jedoch erfolgreich und mit sehr viel Spaß. Daher kann ich jedem nur raten, es selbst zu versuchen.

Mein bester und einziger Tipp zum Thema Blogparaden lautet daher: Mitmachen! Und zwar von Anfang an! Allerdings nur wenn die Blogparade auch zum Thema des eigenen Blogs passt. Denn Blogparaden sind ein einfacher und guter Weg, mit anderen Bloggern in Kontakt zu treten, seine Blogger Relations zu verbessern und sein eigenes Blog bekannt zu machen.


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Grundlagen der PR

Interessante PR-Blogger: Online-PR Blog

von am Nov 27, 2012

Wie schon einmal angekündigt, werde ich künftig auch andere Blogs vorstellen, die sich mit den Themen PR, Redaktion und deutsche Sprache beschäftigen. Nicht, weil ich will, dass meine Leser zu diesen Blogs abwandern, sondern weil ich ihnen einen Überblick über möglichst viele Themen verschaffen möchte. Da ich allein gar nicht so viel schreiben kann, wie dafür nötig wäre, möchte ich auf andere Blogger hinweisen, deren Artikel sich sehr gut mit meinen ergänzen. Den Anfang dieser Rundreise durch die Bloggerwelt macht heute der Online-PR Blog von PR-Gateway.

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Grundlagen der PR | Neudeutsch für Anfänger

Kommunikation im B2B und B2C – Teil 1

von am Nov 6, 2012

Wie im Beitrag Drei Fragen zum Thema “Zielgruppe” erwähnt, gibt es in der Unternehmenskommunikation meist mehr als eine Zielgruppe: Kunden, Aktionäre, Lieferanten, Anwohner, Wettbewerber, Mitarbeiter usw. Wenn ein Unternehmen jedoch über ein neues Produkt informiert, reicht meist eine einfache Unterscheidung zwischen B2B und B2C. Was es mit diesen beiden Begriffen auf sich hat, erfahren Sie im heutigen und morgigen Beitrag.

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