Schöne, leicht verständliche Texte fallen nicht vom Himmel. Ihnen geht harte Arbeit voraus, in der man alle Einschübe, Fremdwörter und sonstige Stolpersteine entfernt. Daher ist es wohl nicht zu viel verlangt, von Pressearbeitern und Journalisten leicht verdauliche Lesekost einzufordern. Sollte man meinen. Doch habe ich in der vergangenen Woche zwei Beispiele gefunden, die eindrucksvoll das Gegenteil beweisen. Komplizierte Wortstellung und Fremdwörter „…, die Probleme in den als wichtige Absatzmärkte fungierenden Schwellenländern bleiben virulent.“ Wäre ich

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Wer nicht gerade tagein tagaus mit Unternehmensgründungen zu tun hat oder in der Forschung und Entwicklung arbeitet, der dürfte bei dem Begriff Proof of Concept ziemlich ins Schlingern geraten. Glücklicherweise kommt er im alltäglichen Leben nicht vor; zumindest ist er mir hier noch nicht untergekommen. Jedoch könnte er uns im Büro schon einmal über den Weg laufen – und dann sollten wir vorbereitet sein. Ein Proof of Concept ist ein Beweis, dass ein bestimmtes Vorhaben

Fugen-S

Die Frage nach dem Fugen-S kann hier und da zu hitzigen Debatten führen. Manch einer verwendet es großzügig. Andere würden es am liebsten ganz streichen. Und beide Seiten fühlen sich im Recht. Vorschub leistet solchen Debatten der Duden, der sich mal wieder eindeutig zweideutig gibt. Heute versuche ich etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen – und ich verrate, wie ich persönlich diese Sache handhabe. Das Fugen-S fügen wir ein … … wenn der erste

„Ja, natürlich“, höre ich bei dieser Überschrift viele von Ihnen sagen. Diese schnelle Einsicht schreibe ich der Tatsache zu, dass Sie höchstwahrscheinlich ein Mensch sind, der sich in PR-Kreisen bewegt oder sich zumindest für dieses Metier interessiert. Damit wissen Sie, wie viel Arbeit PR machen kann und dass es diese Leistungen selbstverständlich nicht gratis gibt. Vor allem, wenn man es richtig machen will. Doch die meisten Menschen außerhalb unseres kleinen Kosmos wissen das nicht –

wertfreier Journalismus

Journalisten und Redakteure tun gut daran, sparsam mit Adjektiven umzugehen. Diesen redaktionellen Grundsatz lernen sie in den ersten Stunden ihrer journalistischen Ausbildung. Ein weiterer Grundsatz besagt, dass man wertfrei berichten soll – ohne seiner eigenen Meinung oder den subjektiven Ansichten anderer eine Plattform zu geben. Manch ein Korrespondent nimmt es damit aber nicht so genau. Wertfreier Journalismus: Der Fall Gurlitt Tagesthemen in der ARD. Am 7. April 2014 um ca. 22.20 Uhr. Ein Beitrag hatte

Benefit

An viele englische Wörter haben wir uns in unserem Alltag gewöhnt. So stutz wohl kaum mehr jemand, wenn er ein Feedback erhält oder eine To-do-Liste vorgelegt bekommt. Doch muss ich immer wieder schmunzeln, wenn eine Person einen neudeutschen Begriff benutzt, zu der das nicht so recht passen will. So gebrauchte neulich jemand das Wort „Benefit“, der sonst auf solche Begriffe verzichtet. Entsprechend verdutzt war ich – zumal wir über Bastelarbeiten sprachen. Ein Benefit steht übersetzt

Sisyphusarbeit

Es gibt Redewendungen und geflügelte Worte in der deutschen Sprache, die wir immer wieder verwenden – deren Ursprung oder Bedeutung wir jedoch nicht kennen oder nur erahnen. Dazu gehört sicherlich auch die sprichwörtliche Sisyphusarbeit. Klar ist, dass niemand gerne Sisyphusarbeit verrichtet. Doch warum eigentlich nicht? Und woher stammt der Begriff? Woher stammt der Begriff „Sisyphusarbeit“? Die Sisyphusarbeit geht zurück auf die griechische Sagenfigur Sisyphos. Sisyphos war ein ausgemachtes, schlaues und freches Schlitzohr, dem es immer