Grundlagen der PR

Warum es bei mir jetzt auch #deletefacebook heißt

von am Apr 3, 2018

Nach jahrelangem Hin und Her habe ich mich entschieden. Nein, stimmt nicht. Entschieden habe ich mich schon vor Jahren. Doch bisher hatte ich einfach nicht den Ars… in der Hose, es tatsächlich durchzuziehen. Das kommunikationsABC und meine anderen beiden Blogs werden künftig nicht mehr auf facebook vertreten sein. #deletefacebook heißt das Motto der Stunde. Doch mein Schritt hat nichts mit dem aktuellen Datenskandal zu tun. Denn der deckt nur auf, was ich ohnehin schon immer vermute.

Facebook und ich – wir waren noch nie die besten Freunde. Als ich meinen Account 2011 eröffnete, tat ich das aus einem einzigen Grund: meine damals neu gestartete Selbstständigkeit. Man macht das halt so. Doch so recht warm wurde ich mit dem Laden nie. Ich sprang über meinen Schatten, denn ich wusste: Wenn man selbstständig ist, kommt man an facebook nicht vorbei. Das mag auch heute noch stimmen. So ganz kann ich das aber nicht mehr beurteilen, denn ich bin raus aus dem Thema Selbstständigkeit. Und das schon seit vier Jahren. Das Argument für meinen Eintritt damals existiert also nicht mehr. Und trotzdem gibt es immer noch die Seiten. Warum eigentlich?

Meine Ausrede lautete bisher: wegen meiner Blogs. Die will ich ja nicht von der Außenwelt abschneiden. Doch bin ich jetzt mal ganz ehrlich: Die habe ich schon längt von der facebook-Welt abgeschnitten. So gut wie nie berichte ich auf facebook, dass ein neuer Blog-Beitrag erschienen ist. Und trotzdem hat zum Beispiel diese Seite hier noch fast die gleichen Zugriffszahlen wie damals in den Zeiten meiner Selbstständigkeit. Es sind vor allem die zeitlosen Artikel, die immer noch geklickt werden. Und das nicht, weil sie irgendwann einmal auf facebook erschienen sind, sondern weil sie immer noch in den Suchmaschinen gelistet werden.

Doch warum lasse ich es nicht einfach so laufen wie bisher?

Warum #deletefacebook?

Aus dem gleichen Grund, aus dem ich meine Seite jeden-tag-ein-tipp.de abgeschaltet habe: Ich weiß, dass ich nie wieder die Zeit oder Lust haben werde, mich intensiv um diesen Kanal zu kümmern. Und wenn ich mich nicht intensiv kümmern kann, dann kümmere ich mich lieber gar nicht. Wenn ich die Seiten weiter betreibe, habe ich unterm Strich nur eines: ein schlechtes Gewissen. Weil ich weder Zeit noch Muße habe, mich um sie zu kümmern.

Schon seit einigen Monaten entrümpele ich ordentlich in meinem Leben. Rund 100 Kleidungsstücke sind dem zu Opfer gefallen, ein ordentlicher Ertrag auf dem Flohmarkt und große Spenden an Sozialkaufhäuser stehen zu Buche. Und jetzt ist eben mein Online-Leben dran. Denn nur, wenn ich mich von dem trenne, was mich belastet, kann ich mich wirklich dem widmen, was mir gut tut.

Daher wird kommunikationsABC.de künftig nur noch auf Twitter stattfinden. Diesen Kanal habe ich viel zu lange vernachlässigt, obwohl ich hier immer sehr interessante Inhalte finde. Meine anderen beiden Blogs bekommen auf Instagram, Pinterest und perspektivisch auf YouTube eine Plattform. Wobei hier noch die Frage offen ist, ob tatsächlich beide Blogs überleben. Denn nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten.

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Grundlagen der PR

Neues im kommunikationsABC – Lebenszeichen nach drei Jahren

von am Feb 16, 2018

Sträflich habe ich dieses Blog vernachlässigt, das mir so sehr am Herzen liegt. Mit dem Ende meiner selbstständigen Arbeit musste ich andere Prioritäten setzen. Hinzu kamen ein Haus und ein Baby – und das kommunikationsABC geriet vollends ins Hintertreffen. Damit soll nun Schluss sein.

Sicherlich werde ich nicht mehr so häufig schreiben wie 2011 oder 2012 oder 2013. Aber das muss ich auch gar nicht: Die beständigen Regeln habe ich zusammengefasst. Was jetzt kommt, sind aktuelle Themen. Eine Stilblüte dort, ein neues „deutsches“ Wort hier – ich muss nur meine Augen offen halten und Ohren spitzen. Und dann die Zeit finden, meine Gedanken aufzuschreiben. Das sollte nicht so schwer sein. Zumindest in der Theorie …

Vier Artikel habe ich schon vorbereitet. Die kommenden Wochen sind also gesichert. Was danach passiert? Abwarten. Und alles nicht mehr so eng sehen. Denn meine Motivation für dieses Blog hat sich geändert. Es ist kein Aushängeschild mehr für meine freie journalistische Arbeit. Es soll mir Spaß machen. Genauso wie mir die deutsche Sprache Spaß macht.

In diesem Sinne: Auf in ein neues, spaßiges Kapitel im kommunikationsABC!

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Grundlagen der PR

10 goldene Regeln: So töten Sie jeden Twitter-Account

von am Jun 10, 2014
Twitter

In den vergangenen Wochen ist meine Twitter-Nutzung fast vollständig zum Erliegen gekommen. Dabei lese und teile ich so gerne über dieses Medium. Doch wenn man nicht mehr ständig online ist, wird es nahezu unmöglich, alles Interessante aufzuschnappen oder eigene Gedanken zu teilen. Daher sind mein Twitter-Account und ich wohl recht gute Beispiele für meinen heutigen Beitrag. Regel Nummer 1 und 2 beherrsche ich mittlerweile leider aus dem Effeff – wenn auch nur aus Zeitgründen. Alle anderen werde ich mir nicht zu eigen machen. Doch wenn man nur eine dieser Regeln zur Perfektion treibt, muss man die anderen nicht zwangsläufig durchziehen.

Die 10 besten Tipps gegen Twitter

  1. Schreiben Sie nur selten! Wer erfolgreich sein will, muss sich rar machen. Gilt vor allem in den Social Media.
  2. Wenn Sie etwas mitteilen, dann ausschließlich Ihre eigenen Inhalte. Retweeten Sie also niemals die Beiträge anderer Nutzer!
  3. Folgen Sie auf gar keinen Fall anderen Twitter-Accounts! Netzwerken wird vollkommen überbewertet.
  4. Seien Sie unverschämt! Beleidigen Sie Ihre Follower und streiten Sie sich mit jedem, der sich ein Widerwort zu Ihren Tweets erlaubt.
  5. Bedanken Sie sich bloß niemals für einen Retweet oder eine Erwähnung!
  6. Senden Sie Ihren Followern mehrmals in der Woche Direktnachrichten. Am besten mit werblichen Inhalten. Die verstehen schon, dass Sie es nur gut mit ihnen meinen.
  7. Und wo wir gerade bei Werbung sind: Als Info getarnte Werbelinks sind ein Muss! So hält man seine Leser bei der Stange.
  8. Die interessantesten Twitter-Inhalte: Ich sitze gerade auf der Toilette. Ich esse gerade einen Toast. Ich starre Löcher in die Luft. Und die Löcher bitte fotografieren!
  9. Lügen und Halbwahrheiten lesen und teilen die meisten Leser am liebsten. Also, bloß nicht zu viel Arbeit in Recherche stecken.
  10. Erstellen Sie einen Twitter-Account – und rufen Sie die Seite danach nie wieder auf!

Sollte ich einen Twitter-Todesstoß vergessen haben, schreiben Sie mir gerne einen Kommentar. Denn irgendwie habe ich die Vermutung, dass hier noch etwas fehlt.


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Grundlagen der PR

PR erfordert Zeit und kostet Geld

von am Apr 23, 2014

„Ja, natürlich“, höre ich bei dieser Überschrift viele von Ihnen sagen. Diese schnelle Einsicht schreibe ich der Tatsache zu, dass Sie höchstwahrscheinlich ein Mensch sind, der sich in PR-Kreisen bewegt oder sich zumindest für dieses Metier interessiert. Damit wissen Sie, wie viel Arbeit PR machen kann und dass es diese Leistungen selbstverständlich nicht gratis gibt. Vor allem, wenn man es richtig machen will. Doch die meisten Menschen außerhalb unseres kleinen Kosmos wissen das nicht – was zwangsläufig zu einer Diskrepanz bei den Erwartungen führt.

Ein Kleinunternehmer hat erkannt, dass er Öffentlichkeitsarbeit betreiben muss, wenn er weiter wachsen will. So schön, so gut. Nun gibt es drei mögliche Herangehensweisen:

1. Die naive Herangehensweise

Der Kleinunternehmer will für die PR niemanden extra einstellen, denn schließlich „hatten wir alle ja in der Schule Deutsch und wissen, wie man einen Text schreibt“. Und das bisschen Journalisten-Umgarnen kann die Sekretärin nebenher machen.

Es ist wohl jedem klar, dass das nicht funktionieren wird. Denn ein Aufsatz in der Schule ist nicht mit einer Pressemitteilung oder einem anderen PR-Text vergleichbar. Und die Sekretärin wird sich bedanken, wenn sie neben ihren eigenen Aufgaben, auch noch PR-Blödsinn mitmachen muss.

Die Folge: Das Projekt „PR für unser Unternehmen“ stirbt nach wenigen Wochen mangels Beteiligung, Enthusiasmus, Expertenwissen, Budget und Zeit.

2. Die dreiste Herangehensweise

Der Kleinunternehmer weiß, dass er intern keine Ressourcen für die PR freimachen kann. Entsprechend holt er sich Hilfe von außen. Ein freier PR-Berater oder eine Agentur sollen es richten. Dabei will der Kleinunternehmer das volle Programm: wöchentlich eine Pressemitteilung, eine tolle neue Website mit stets aktuellen Inhalten. „Dieses Social Media brauchen wir auch“, am besten Facebook, Twitter, Google+ und was sonst noch so wichtig ist. Und selbstredend muss ein Verteiler aufgebaut, gepflegt und aktuell gehalten werden.

Das ist ja nicht so viel, gerade einmal das Mindestmaß, das man heutzutage erfüllen muss. Kann ja nicht lange dauern. Und daher auch nicht viel kosten. Ein Budget auf Mini-Job-Niveau reicht da locker aus.

Ein klassischer Fall von: Denkste!

3. Die Herangehensweise mit Weitblick

Der Kleinunternehmer stellt einen eigenen PR-Verantwortlichen ein – und zwar jemanden, der sich in dem Bereich schon richtig gut auskennt und sich das alles nicht frisch selbst beibringen muss. Dieser kann sich seinen gesamten Arbeitstag lang auf die Außenwirkung des Unternehmens konzentrieren, fühlt sich geschätzt sowie ausreichend entlohnt, ist motiviert und kann mittelfristig zu einem größeren Unternehmenserfolg beitragen.

Oder der Kleinunternehmer vergibt den Auftrag an eine Agentur, die weiß, was sie tut und ihm vor allem ehrlich sagt, welche Leistungen er für sein Budget bekommt und welche Resultate damit möglich sind. Die Agentur greift nicht einfach das Budget ab, das der Kleinunternehmer aufbringen kann, und schraubt dann im Hintergrund ihre Leistungen herunter. Vielmehr sagt sie ihm, was für das Budget möglich ist und mit welchen Mehrkosten der Kleinunternehmer rechnen muss, wenn er mehr will. Und sie zeigt einen Zeithorizont auf, an dem er mit Ergebnissen der Arbeit rechnen kann.

Der Unternehmer ist im Gegenzug jedoch genauso fair und bohrt nicht nach Auftragserteilung einseitig die Aufgabenliste auf. Frei nach dem Motto: „Ich bezahle denen so viel, da können sie die paar Sachen ruhig noch mitmachen.“

Das sind alles keine Neuigkeiten und eigentlich sollte es im Geschäftsleben immer fair und ehrlich zugehen. Warum ich diesen Artikel trotzdem geschrieben habe? Weil ich im vorherigen Satz das Wort „eigentlich“ einbauen musste.


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Grundlagen der PR

5 Dinge, die man über Medienkontakte wissen sollte

von am Mrz 18, 2014
Medienkontakte

Das Verhältnis zwischen Redaktionen und Presseabteilungen ist manchmal angespannt. Die Gründe dafür sind verschieden: Die eine Seite wirft der anderen vor, immer nur das Haar in der Suppe zu suchen, um sich zu profilieren oder die Auflage zu steigern. Die andere Seite ist genervt von Anfragen, die eher Vorschriften gleichen, allzu kumpelhaft „Freundschaftsdienste“ einfordern oder gar nicht in ihr Ressort fallen.

Wer ein entspanntes und erfolgreiches Verhältnis zu Pressevertretern pflegen will, kann sich an folgenden fünf Punkten orientieren.

1. Ein großer Verteiler garantiert keine Veröffentlichung …

Wie in einem früheren Beitrag ausführlich beschrieben, kommt es nicht auf die Anzahl der Medienkontakte an, sondern auf deren Qualität.

2. … ein persönlicher Kontakt ebenso wenig

Wenn das Thema nicht passt oder schlichtweg nicht interessant genug ist, bringt selbst der persönliche Kontakt zum Redakteur nicht viel. Die Meldung muss so interessant sein, dass sie sich auch persönlich unbekannte Journalisten aus einem Ticker ziehen würden.

3. Heute noch Kontakt, morgen schon Karteileiche

Immer wieder lesen wir von Redaktionen, die aufgelöst oder zusammengelegt werden. Für die Journalisten bedeutet das nicht selten einen Ressort- oder Arbeitsplatzwechsel – und für Presseabteilungen neue Ansprechpartner. Öffentlichkeitsarbeiter müssen die Medienkontakte in ihren Verteilern daher regelmäßig überprüfen und anpassen.

4. Journalisten sind auch nur Menschen

Manch Öffentlichkeitsarbeiter wird ganz aufgeregt, wenn es zu einem Journalistengespräch kommt. Grund dafür ist das Vorurteil, nach welchem Journalisten immer nur im Müll wühlen und über das Schlechte berichten wollen. Dabei machen die meisten nur ihren Job und berichten objektiv – und dazu gehören eben auch kritische Fragen. So viel muss man auf PR-Seite schon aushalten können. Andernfalls ist man im falschen Job.

Auf der anderen Seite mögen es Journalisten ebenso wenig, wenn man sie von oben herab behandelt oder ihnen diktieren will, was sie schreiben sollen. Verständlich, denn wer lässt sich schon gerne Vorschriften machen.

5. Journalisten sind immer im Stress

Aus diesem Grund sollten wir tunlichst nicht nachfragen, ob unsere Pressemitteilung angekommen ist, oder pünktlich zum Redaktionsschluss anrufen, um unsere persönliche Beziehung zum Redakteur zu vertiefen. Eine unaufdringliche Kontaktpflege auf Augenhöhe ist geboten – weder duckmäuserisch noch aggressiv.


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Grundlagen der PR

Wir haben Sie ausgewählt! Sie dürfen uns Ihren Content schenken!

von am Mrz 4, 2014
Content

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum ich manche E-Mail-Anfragen einfach lösche. Für gewöhnlich verschwende ich an diese keinen zweiten Gedanken. Doch vor zwei Wochen kam eine Anfrage, die so unglaublich unverschämt und dreist war, dass ich mich noch heute darüber aufrege. Eigentlich war dieser Artikel für einen späteren Zeitpunkt geplant – doch wenn ich die E-Mail noch länger in meinem Posteingang sehe, wird mein armer Laptop irgendwann unverschuldet an der Wand kleben.

Hier der Stein des Anstoßes (inkl. Rechtschreib- und Grammatik-Fehlern):

Liebe(r) Sandra Schwarz,

als Gründer und Geschäftsführer der … bin ich sowohl beruflich, als auch privat viel im Netz unterwegs. Dabei ist mir auch Ihre Online-Präsenz und die Leidenschaft mit der Sie sich im Netz engagieren nicht entgangen.

Die Tatsache, wie Sie Themen recherchieren und aufbereiten hat mich und mein Team absolut überzeugt. Aus diesem Grund würden wir Sie gerne als Autor für unsere neue … gewinnen.

Was ist …? [… Allgemeines Vorstellungsgeschwafel…]

Was wir Ihnen bieten

Natürlich wird sich Ihr Engangement bei … für Sie lohnen. So wird jeder Ihrer Artikel mit Verlinkungen zu Ihren Online-Präsenzen versehen. Außerdem findet sich auch ein Bild und eine Beschreibung Ihrer Person und Ihres Portfolios bei Ihrem Beitrag. Gerne verlinken wir auch auf z.B. Amazon, um auf mögliche Veröffentlichungen aufmerksam zu machen.

Das unschlagbare Angebot für meinen Content

  1. Eindruck: „Liebe(r) Sandra Schwarz“ – Ja, der Vorname Sandra ist gemeinhin als Zwitter-Name bekannt.
  2. Eindruck: Ich fühle mich geschmeichelt. Da ist jemand auf meine tolle Arbeit aufmerksam geworden und bietet mir einen Job an. Ich bin ganz Ohr.
  3. Eindruck: Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind nicht jedermanns Sache. Doch wenn kümmert das, der Typ hat einen Job für mich.

Was wir Ihnen bieten – mit diesem Absatz nahm das Unheil seinen Lauf. Ich soll also fester Autor eines neuen Portals werden. Und was bekomme ich dafür? Eine Verlinkung, ein Bild, eine Beschreibung unter meinem Beitrag. Und eine Amazon-Verlinkung, bei dem das Portal die Provision kassiert.

Damit mich niemand falsch versteht: Ich bin ein großer Freund des Wissen-Teilens. In meinen Blogs beschreibe ich alles, wovon ich Ahnung habe und verlinke gerne auf Leute, die noch viel mehr Ahnung haben als ich. Ich finde es toll, wenn Fachleute ihre Expertenmeinungen überall im Netz kundtun und dafür auch Plattformen geboten bekommen.

Doch hier liegt der Fall anders.

Ich bin Autorin und muss irgendwie von dieser Arbeit und meinem Content leben. Gelegentliche Gastbeiträge auf relevanten Seiten erhöhen meine Bekanntheit und sind mir daher willkommen. Doch eine Mitarbeit bei einem unbekannten Portal ohne einen einzigen Cent Bezahlung – das kann wohl nur ein schlechter Scherz sein?!

Zumindest war mir bislang nicht bekannt, dass Backlinks meine Miete bezahlen und ich eine Beschreibung meiner Person gegen Brot und Butter eintauschen kann. Wenn das eines Tages der Fall sein sollte, mache ich gerne mit bei diesem Projekt. Bis dahin erachte ich das „Angebot“ jedoch als bodenlose Unverschämtheit.

Warum, werter Herr, sollte ich Ihnen meine Arbeit schenken? Mit welchem Recht verlangen Sie dies von mir? Oder gehen Sie auch zu Ihrem Metzger und schlagen diesem vor: „Ich bezahle dich nicht, aber erzähle dafür meinen Freunden, dass ich hier eingekauft habe.“?


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Grundlagen der PR

Content-Strategie und Content-Marketing: Wirklich so neu?

von am Feb 19, 2014

Seit einiger Zeit sind die Begriffe Content-Marketing und Content-Strategie in aller Munde. Unzählige Abhandlungen und Blog-Beiträge gibt es hierzu bereits und heute kommt ein weiterer hinzu. Doch möchte ich nicht noch einmal aufdröseln, was man beachten muss, wenn man Content-Marketing und Content-Strategie erfolgreich machen will. In diesem kleinen Nachschlagewerk geht es heute nur um die Begriffsdefinition – und eine Frage, die mich seit geraumer Zeit umtreibt.

Was ist Content-Marketing?

Der geschätzte Kollege Dominik Ruisinger hatte zu Beginn des Jahres eine sehr gute Erklärung für den Begriff „Content-Marketing“ weitergegeben – die kürzeste und präziseste, die ich bislang gefunden habe:

„Marketing erzählt der Welt, dass man ein Star ist. Content-Marketing zeigt bzw. beweist der Welt, dass man ein Star ist.“

Normales Marketing macht also nur Werbung, lobt ein Produkt oder eine Dienstleistung in den höchsten Tönen, liefert jedoch keine Beweise.

Content-Marketing hingegen lässt durch interessante Inhalte das Produkt für sich selbst sprechen, z. B. auch durch Geschichten, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Produkt zu tun haben. Doch wenn der Inhalt cool, witzig, informativ oder unterhaltsam ist, wirkt sich das auch auf das Produkt aus. Die Werbung basiert nicht auf platten Werbeaussagen, sondern auf interessanten Inhalten, dem Content.

Was ist Content-Strategie?

Wenn wir gute Inhalte haben, müssen wir diese strategisch gut streuen – nicht nur in den klassischen, auch in den neuen Medien. Dafür brauchen wir einen roten Faden. Wir müssen Zusammenhänge schaffen und brauchen einen genauen Plan, eine Strategie, wann wir welchen Content in welcher Form herausgeben. Denn gute Inhalte bringen gar nichts, wenn sie in der Masse untergehen.

Detaillierte Gedanken, wie eine Content-Strategie erfolgreich wird, hat sich PR-Doktor Kerstin Hoffmann in ihrem Blog gemacht.

Meine Frage: Was soll der Aufruhr?

Ich persönlich kann nicht ganz nachvollziehen, warum um Content derzeit so viel Aufhebens gemacht wird. Brauchte man nicht schon immer interessante Inhalte, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen? Waren nicht schon früher vor allem die Werbespots beliebt, die eine eigene Geschichte erzählten – egal, für welches Produkt? Brauchte man nicht schon immer eine Strategie, bevor man drauflos plapperte? Erfordern die neuen, vielfältigen Wege der Kommunikation tatsächlich eine andere Strategie?

Sicherlich funktioniert Kommunikation heutzutage anders als noch vor ein paar Jahren und die strategische Planung von früher reicht heute nicht mehr aus. Doch gilt ein wichtiger Grundsatz heute wie damals: Erst denken, dann reden! Oder modern: Erst eine Strategie entwickeln, dann den Content veröffentlichen!


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