Deutsche Sprache, ...

… schwere Sprache – aber Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung kann man lernen.
Fugen-S

Die Frage nach dem Fugen-S kann hier und da zu hitzigen Debatten führen. Manch einer verwendet es großzügig. Andere würden es am liebsten ganz streichen. Und beide Seiten fühlen sich im Recht. Vorschub leistet solchen Debatten der Duden, der sich mal wieder eindeutig zweideutig gibt. Heute versuche ich etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen – und ich verrate, wie ich persönlich diese Sache handhabe. Das Fugen-S fügen wir ein … … wenn der erste Teil...
Sisyphusarbeit

Es gibt Redewendungen und geflügelte Worte in der deutschen Sprache, die wir immer wieder verwenden – deren Ursprung oder Bedeutung wir jedoch nicht kennen oder nur erahnen. Dazu gehört sicherlich auch die sprichwörtliche Sisyphusarbeit. Klar ist, dass niemand gerne Sisyphusarbeit verrichtet. Doch warum eigentlich nicht? Und woher stammt der Begriff? Woher stammt der Begriff „Sisyphusarbeit“? Die Sisyphusarbeit geht zurück auf die griechische Sagenfigur Sisyphos. Sisyphos war ein ausgemachtes, schlaues und freches Schlitzohr, dem es immer wieder...
Bereich

Wenn einer eine neue Bleibe sucht, dann kann er einiges berichten. Nicht nur von überhöhten Preisen und windigen Vertragspartnern, sondern auch von fragwürdigen Objektbeschreibungen. Die Rechtschreibfehler sind dabei noch das kleinste Problem dieser sogenannten Exposés. Viel schlimmer finde ich, dass mittlerweile sogar dort „Bereiche“ geschaffen werden, in denen wir gar keine brauchen. Unsere vielfältigen Lebensbereiche So könnte eine Beschreibung beispielsweise lauten: „Im Erdgeschossbereich schließt sich an einen großzügigen Empfangsbereich ein weitläufiger Ess- und Wohnbereich an, von...
Deklination, Herz, Herzen

In letzter Zeit fällt mir immer öfter auf, dass sich Menschen Dinge „zu Herz nehmen“ oder etwas „auf dem Herz haben“. In meinen Ohren hört sich das falsch an, denn ich kenne die Redensarten so, dass man sich etwas „zu Herzen nimmt“ bzw. etwas „auf dem Herzen hat“. Also recherchierte ich etwas und stieß auf ein Phänomen in der deutschen Sprache, dessen ich mir bislang noch gar nicht bewusst war: die gemischte Deklination. Gemischte Deklinationen...

Zum Unwort des Jahres 2013 wurden in 1.340 Einsendungen insgesamt 746 verschiedene Wörter vorgeschlagen. Von Supergrundrecht über Homo-Ehe bis hin zu Ausschließeritis war alles dabei. Das Rennen gemacht hat jedoch ein Wort, das uns auch im laufenden Jahr weiter begleiten wird: Sozialtourismus. Meiner Ansicht nach ein würdiges Unwort des Jahres – schlichtweg, weil es unwürdig ist. Die Jury sah dies genauso und prangerte das Wort an, da es von einigen Politikern und Medien benutzt worden...

Am Freitag war ich unterwegs, jedoch möchte ich es nicht versäumen, mich nachträglich zum Wort des Jahres 2013 zu äußern. Nach dem umstrittenen Wort des Jahres 2012 unterstrich die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) dieses Jahr, dass nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks entscheidend sei. Vielmehr stünden seine Signifikanz bzw. Popularität bei der Wahl im Vordergrund. Was im vergangenen Jahr mit „Rettungsroutine“ nicht gelungen ist, klappte in diesem...

Mein heutiges Thema ist nur eine Randnotiz in unserem täglichen Sprachgebrauch. Jedoch eine Randnotiz, die immer und immer wieder falsch geschrieben wird. Jeder von uns hat es mindestens schon einmal falsch geschrieben gesehen – und ich wage die Behauptung, dass es auch jeder schon einmal falsch geschrieben hat. Wenn nicht mehr heute, dann bestimmt in der Schule. Die Rede ist von der verflixten zweiten Person Singular aktiv Präsens des Wortes „halten“. Die wohl einfachste Konjugation...