Deutsche Sprache, ...

… schwere Sprache – aber Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung kann man lernen.

Gerade neulich kam mal wieder die Frage auf, ob wir eigentlich Englisch oder englisch sprechen. Französisch oder französisch, Spanisch oder spanisch, Italienisch oder italienisch? Aus dem Bauch heraus lautet meine Antwort auf diese Frage: Beides ist möglich. Doch habe ich mich nie weiter bemüht, eine offizielle Begründung für mein Bauchgefühl zu finden. Bis vor ein paar Tagen. Als ich nicht einfach nur antworten wollte „geht beides“, sondern als ich begründen wollte, warum das so...

Satzzeichen richtig setzen. Das ist eine größere Herausforderung, wenn man nicht täglich schreibt. Gerade die Kommaregeln haben sich in den letzten Jahren mehrfach verschoben. Was früher noch vortrefflich nach Gefühl ging, ist heute nicht mehr ganz so einfach. Manchmal habe ich den Eindruck, dass im Zweifel alles erlaubt ist, was man selbst toll findet. Nicht nur bei Kommata. Auch bei Anführungszeichen, manchmal Gänsefüßchen genannt, wie ich neulich feststellen musste. Blanke Anarchie!

Ende des vergangenen Jahres stolperte ich jeden Morgen. Nicht mit den Füßen über den Bordstein, wobei das bei mir nicht verwunderlich wäre. Sondern mit den Augen über eine Werbung an vielen Haltestellen. Gerne hätte ich diesen Höhepunkt der Plakatgeschichte fotografiert. Aber erstens wollte ich nicht dabei beobachtet werden, wie ich ein Plakat fotografiere. Ist ja peinlich. Und zweitens bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Bild überhaupt hätte verwenden dürfen. Also zitiere ich...

Neues aus dem Kuriositätenkabinett. Deutsch ist eine lebende Sprache. Sie entwickelt sich ständig weiter. So weit, so gut. Doch manchmal frage ich mich, wie Menschen darauf kommen, ihre eigenen Neukreationen als Standardsprache anzuerkennen. Wenn Neuschöpfungen aus einem Spaß geboren wurden und im privaten Umfeld als Dauerwitz verwendet werden, stellt das für die Gesellschaft kein größeres Problem dar. So sprechen wir daheim gerne vom Schußgängerfutzweg, wenn wir einen Fußgängerschutzweg meinen (offizieller Name für einen „Zebrastreifen“)....
Inzahlung

Seit einem halben Jahr komme ich wieder deutlich öfter vor die Tür und unter Menschen, seit ich mein Home Office gegen einen „ordentlichen“ Arbeitsplatz eingetauscht habe. Zwangsläufig führt dies dazu, dass ich mich deutlich öfter mit meinen Mitmenschen und deren geistigen Ergüssen konfrontiert sehe. So fahre ich beispielsweise fast jeden Tag an einem Haus vorbei, das einen Motorradladen beherbergt. Und an diesem prangt in großen Buchstaben das Wort Inzahlung. Nun würde ich mir niemals anmaßen,...
Fugen-S

Die Frage nach dem Fugen-S kann hier und da zu hitzigen Debatten führen. Manch einer verwendet es großzügig. Andere würden es am liebsten ganz streichen. Und beide Seiten fühlen sich im Recht. Vorschub leistet solchen Debatten der Duden, der sich mal wieder eindeutig zweideutig gibt. Heute versuche ich etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen – und ich verrate, wie ich persönlich diese Sache handhabe. Das Fugen-S fügen wir ein … … wenn der erste Teil...
Sisyphusarbeit

Es gibt Redewendungen und geflügelte Worte in der deutschen Sprache, die wir immer wieder verwenden – deren Ursprung oder Bedeutung wir jedoch nicht kennen oder nur erahnen. Dazu gehört sicherlich auch die sprichwörtliche Sisyphusarbeit. Klar ist, dass niemand gerne Sisyphusarbeit verrichtet. Doch warum eigentlich nicht? Und woher stammt der Begriff? Woher stammt der Begriff „Sisyphusarbeit“? Die Sisyphusarbeit geht zurück auf die griechische Sagenfigur Sisyphos. Sisyphos war ein ausgemachtes, schlaues und freches Schlitzohr, dem es immer wieder...