Home Grundlagen der PR Kunden verprellen durch unleserliche Codes

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Wer eine Website oder ein Blog betreibt, setzt sich selbst immer der Spam-Gefahr aus. E-Mail-Adressen landen ungefragt in den Verteilerlisten anonymer Absender und die Kommentarfunktion wird für dubiose Nachrichten missbraucht. Betreiber einer Seite können Vorkehrungen treffen, um die Flut an Spam-Nachrichten einzudämmen. Ein Mittel hierfür sind beispielsweise Code-Abfragen. Doch können diese manchmal eher schaden als nützen.

Bevor wir einen Kommentar abgeben oder einen Newsletter bestellen können, müssen wir auf einigen Seiten einen zufällig generierten Code eingeben. Dieser wird am Ende des Formulars verzerrt angezeigt und soll sicherstellen, dass tatsächlich ein Mensch und keine Maschine die Anfrage stellt. Für den Seitenbetreiber hat dies den Vorteil, dass er sofort die Spreu vom Weizen trennen kann. Für den Leser oder Kunden hat dieses Vorgehen keinen Nachteil – sofern sie den Code entziffern können.

Denn leider werden die Codes auf manchen Seiten so unleserlich angezeigt, dass selbst Menschen Probleme haben, sie zu entschlüsseln. Ist dies der Fall, schadet diese Sicherheitsstufe mehr als sie nützt. So geschehen vor ein paar Wochen: Ich wollte einen Newsletter bestellen, konnte jedoch nicht erkennen, welche Zahlen und Buchstaben sich hinter der Verzerrung verbargen. Mehrere Male generierte ich den Code neu, mehrere Male tippte ich die vermeintliche Kombination ein. Keine Chance! Am Ende gab ich entnervt auf.

Fazit

Dieses Beispiel zeigt, dass Unternehmen niemals ihre eigene Bequemlichkeit vor die Bequemlichkeit eines potenziellen Kunden stellen dürfen. Spam-Schutz ist daher nur dann sinnvoll, wenn er keine Kunden vergrault. In dem oben genannten Beispiel ging dem Unternehmen nicht nur ein Newsletter-Leser und potenzieller Kunde durch die Lappen. Die vergeblichen Versuche haben mich zudem Zeit gekostet – was ich dem Seitenbetreiber negativ auslege und daher für die nächste Zeit wohl nicht mehr auf seiner Seite vorbeischauen werde.


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