Home Grundlagen der PR Social Media: Meine Erfahrungen mit Pinterest

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Facebook, Twitter und Google+ kennen wir alle. Selbst wenn wir diese Social-Media-Kanäle nicht nutzen, haben die meisten Menschen doch zumindest von ihnen gehört. Jedoch blicke ich immer in fragende Gesichter, wenn ich von meinem Lieblingsspielzeug Pinterest erzähle. „Pinter, was?“ lautet da die gängige Antwort. Und das ist wenig verwunderlich.

Was kann Pinterest?

Auf Pinterest kann man auf einer virtuellen Pinnwand Bildchen verbreiten. Dafür muss ich noch nicht einmal eigene Bilder bereitstellen – ich kann einfach die Fotos anderer Nutzer „repinnen“ oder „mögen“. Das Foto von dem neuesten Modetrend gefällt mir? Zack, kann ich auf das Herzchen drücken und das Bild erscheint in der Rubrik „Gefällt mir“ auf meinem eigenen Pinterest-Profil. Das ist noch relativ anonym, denn diese Bilder sehen nur Leute, die direkt in meinem Profil stöbern.

Etwas auffälliger bewege ich mich im Pinterest-Kosmos, wenn ich Fotos „repinne“. Hierfür lege ich mir Kategorien an und pinne Bilder von Rezepten z. B. in meinen Ordner „Essen & Trinken“. Oder Bilder von hübschen Dekorationen auf die Pinnwand „Wohnen & Gemütlichkeit“.

Gute Bilder verbreiten sich auf diese Weise schnell über den gesamten Globus. Die hinterlegten Links führen auf Websites, die sich wiederum über mehr Besucher freuen. So der Gedanke.

Meine Erfahrungen mit Pinterest

Seit ein paar Monaten bin ich in diesem sozialen Netzwerk aktiv – kann jedoch nicht behaupten, dass sich dadurch die Bekanntheit meiner Blogs deutlich erhöht hat. Es würde mich auch wundern, denn dafür verhalte ich mich nicht richtig, denn ich blogge und pinne (1.) in deutscher Sprache und repinne (2.) fast ausschließlich die Bilder anderer. Dennoch haben mich mehr als 200 Pins und 100 „Gefällt mir“ eines gelehrt: Pinterest bietet für mein zweites Blog Jeden Tag ein Tipp einen unschätzbaren Vorteil.

Die Vorteile von Pinterest

Pinterest ist eine Ideenmaschine, die im Akkord arbeitet: Was soll ich heute Abend kochen? Kann ich ein Blümchenkleid mit einer dicken Strickjacke kombinieren? Wo finde ich Halloween-Deko und Basteltipps? Und so weiter. Wenn einem sprichwörtlich jeden Tag ein neuer Tipp einfallen muss, ist solch ein Impulsgeber unbezahlbar.

Für das kommunikationsABC ist Pinterest indes nicht zu gebrauchen, denn dieses Blog ist zu wortlastig und in deutscher Sprache verfasst. Die gängige Pinterest-Sprache ist jedoch Englisch.

Die Nachteile von Pinterest

Darin liegt auch einer der Nachteile dieser Social-Media-Plattform: die zumeist englischsprachigen Nutzer bringen für meine Blogs nicht viel. Selbst wenn ich sie mit einem schönen Bild auf meine Seiten locke, bleiben sie nicht lange, da sie die Inhalte nicht verstehen.

Doch das eigentliche Problem bei Pinterest ist die Frage nach dem Urheberrecht. Mit dem Teilen fremder Bilder begibt man sich in Deutschland auf recht dünnes Eis, denn die Verbreitung muss hier durch den Urheber oder Rechtsinhaber erlaubt werden. In den USA wird dies wesentlich lockerer gehandhabt, was wohl auch den unbedarfteren Umgang mit diesem Medium erklärt.

Mein Fazit zu Pinterest

Ob es erlaubt ist, auf Pinterest fremde Inhalte ohne Freigabe zu teilen, ist in Deutschland weiterhin nicht abschließend geklärt. Jedoch kann die Plattform für Unternehmen und Blogger einen Mehrwert bieten, die viel mit eigenen Bildern sprechen. So ziehen die auf Pinterest geteilten Bilder bei entsprechender Verlinkung Nutzer auf eigene Seite, z. B. in den Bereichen Mode, Rezepte, Dekoration, Frisuren, Garten, DIY usw. Wer in einem Geschäftsfeld arbeitet, das sehr zahlenlastig, wortlastig oder abstrakt ist, wird die Vorzüge hingegen kaum nutzen können.

Als Ideengeber taugt Pinterest jedoch in jedem Fall.


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