Home Einfach schön schreiben Schöne Texte müssen sich schön anhören

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Redakteure und Journalisten müssen sich und ihre Texte quälen, wenn sie gelesen werden wollen. Was es hierbei zu beachten gilt, habe ich schon in vielen Artikeln beschrieben. Doch kann man sich als Texter nie sicher sein, dass man alle Anforderungen erfüllt. Und wer als Einzelkämpfer im Büro sitzt, hat noch nicht einmal einen Gegenleser zur Hand.

Ist mein Text spannend genug? Habe ich alle wichtigen Fakten verständlich erklärt? Ist meine Sprache so einfach, dass der Leser gerne bis zum Ende bleibt? Selbst wenn wir keinen Gegenleser haben, können wir uns diese Fragen selbst beantworten – indem wir uns unseren eigenen Text laut vorlesen.

Sicherlich ist die Vorstellung alles andere als verlockend: Da sitzen wir in unserem Büro und lesen uns selbst etwas vor. Jeder, der hereinkommt, muss uns für verrückt halten. Doch führt uns dies wieder an den Anfang: Wir müssen uns etwas quälen, wenn unsere Texte gut werden sollen.

Drei Vorteile des lauten Vorlesens

  1. Wir lesen langsamer und nehmen dadurch Rechtschreibfehler wahr, die wir vorher übersehen haben.
  2. Wir erkennen, an welchen Stellen wir ins Stocken geraten. Diese Stolperfallen könnten uns später Leser kosten.
  3. Mit der richtigen Betonung hören wir, ob unser Text mitreißend oder langweilig ist.

Nach der lauten Lektüre haben wir die Möglichkeit, alle Rechtschreibfehler, schwierigen Formulierungen und zähen Passagen zu verbessern. Der Leser wird uns diese Mühen danken.

Fazit

Generell lesen sich Texte leichter, die an unsere mündliche Sprache angelehnt sind. Daher ist das laute Vorlesen sein sehr gutes Mittel, seine eigenen Schriften zu überprüfen. Wenn Texte für das Ohr verständlich sind, dann sind sie es auch für das Auge. Dennoch sollte man selbstverständlich auf Umgangssprache, Füllwörter und dergleichen verzichten.


4 Kommentare für diesen Artikel
  1. laut vorlesen ist auf jeden fall wichtig. noch besser ist ein vorlesen lassen. entweder durch eine person oder auch vom pc, mac oder iphone… da hat man noch mehr abstand zum text und merkt unflüssige stellen am besten.
    bei mac / iphone / ipad ist die vorlesefunktion integriert und muss nur aktiviert werden (windows pcs können das meines wissens noch nicht ab werk…)