Home Grundlagen der PR Social Media: Manieren nicht vergessen!

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Sauffotos von der letzten Party, Schimpfwörter für alte Bekannte und peinliche Statusmeldungen: In den sozialen Medien benehmen sich viele Menschen gerne daneben. Was uns aus dem Bekanntenkreis nur allzu bekannt vorkommt, macht leider auch vor der Geschäftswelt nicht Halt. Die Meinung vieler Menschen lautet: Social Media sind jung und cool, antiquierte Werte haben hier nichts verloren. Eine ebenso fatale wie naive Einstellung.

Merke 1: Es gibt keinen Unterschied zwischen Online- und Offline-Manieren!

Im wahren Leben tragen wir Anzug und Krawatte, reichen stets höflich die Hand, vergreifen uns nie im Ton, lassen unsere Gesprächspartner ausreden und sagen immer brav „Bitte“ und „Danke“. Wir wissen also, wie man sich benimmt. Komisch nur, dass manche unserer Zeitgenossen ihre gute Kinderstube vergessen, sobald sie online gehen. Und dies nicht nur im privaten Bereich. Selbst Unternehmen löschen manchmal unliebsame Kommentare oder geben patzige Antworten. Bei manchen ist der Social-Media-Auftritt ungepflegt und mit der Pünktlichkeit nehmen sie es auch nicht so genau.

Dabei gelten in den sozialen Medien die gleichen Grundsätze wie im normalen Leben:

  • auf ein gepflegtes Äußeres achten
  • antworten, wenn man etwas gefragt wird
  • andere ausreden lassen
  • höflich, respektvoll und geduldig sein
  • andere nicht warten lassen (z. B. bei neuen Pressemitteilungen)
  • u. s. w.

Merke 2: Das Internet vergisst nichts!

Wenn wir uns einmal im wahren Leben daneben benehmen, können wir das durch eine Entschuldigung meist wieder ausbügeln. Im Netz ist das nicht so einfach: Was wir hier sagen und tun, bleibt für die Ewigkeit. Jeden Fauxpas kann man noch Jahre später nachvollziehen – selbst wenn die Äußerung längst gelöscht wurde. Daher gilt bei Social Media wie im normalen Leben der Grundsatz: Erst denken, dann sprechen bzw. posten.


4 Kommentare für diesen Artikel
  1. Für mich ist es das schlechteste Argument, dass das Internet nichts vergisst. Bei der Datenmenge ist das häufig auch irrelevant.

    Ich finde es wichtig, dass sich Schreiber klar werden, dass – wie der Name social schon sagt – sich der Schreibende in „Gesellschaft“ befindet. Dazu ein einfaches Beispiel: man ärgert sich im Auto über einen anderen Autofahrer und zeigt ihm den Vogel – man sieht diesen Autofahrer ja nie wieder.

    Nein, aber der Autofahrer, der diese Szene mit etwas Distanz beobachtet hat, trifft einen später auf einer Veranstaltung. Da hilft das beste Benehmen nichts mehr, der erste Eindruck ist haften geblieben.

    Und wer geschäftlich im Netz unterwegs ist – selbst wenn er auch mal privat postet – wird immer Gefahr laufen auch einem „Mitleser“ in irgendeiner Weise wieder zu treffen. Das sollte man immer beachten, wenn man postet.