Home Grundlagen der PR 5 vermeidbare Fehler beim Versand einer Pressemitteilung

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„Sehr geehrte Damen und Herren, im angehängten Dokument finden Sie unsere aktuelle Pressemitteilung. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Hans Wurst“ So oder so ähnlich sehen manche Pressemitteilungen aus. Kaum zu glauben, dass die Absender tatsächlich wollen, dass jemand den Anhang liest. Da könnten sie gleich schreiben: „Bitte nicht öffnen, Anhang enthält Virus!“ Doch auch darüber hinaus gibt es einige Fehler, die man beim Versand einer Pressemeldung machen kann.

  1. Schlecht recherchierte, falsche oder veraltete Informationen versenden
  2. Sie wollen zur aktuellen Schuldenkrise Stellung nehmen? Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihre Nachricht keine veralteten Zahlen oder IWF-Entscheidungen enthält. Sie preisen eine neue Tütensuppe an? Dann muss die Zutatenliste stimmen. Sie wollen, dass möglichst viele Menschen auf Ihre Nachricht antworten? Dann dürfen die Kontaktdaten keinen Fehler enthalten. Eine Pressemitteilung ist nur dann gut, wenn Sie keine groben Schnitzer enthält.

  3. Eine Meldung für alle Zielgruppen
  4. Wie schon einige Male angesprochen, müssen wir unsere Zielgruppe kennen, bevor wir sie mit Informationen beschießen. Dabei müssen wir immer hinterfragen: Ist diese Nachricht für die Fachpresse, Tagespresse, meine Investoren, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter usw. tatsächlich interessant? Oder sollte ich sie vielleicht lieber nur an einen Personenkreis senden – und den Rest vom Spam verschonen?

  5. Medieninteresse voraussetzen
  6. Das obige Anschreiben ist nicht nur ausdruckslos, es ist auch frech. Denn der Absender setzt voraus, dass er, sein Unternehmen und seine Nachricht so wichtig sind, dass der Anhang auch ohne Anreiz geöffnet wird. Solch ein arrogantes Verhalten zieht oft und zu Recht ein sofortiges Löschen nach sich. Schreiben Sie in jedem Fall dazu, wovon Ihre Nachricht handelt!

  7. Mit Anhängen überfrachten
  8. Anhänge sind ohnehin eine schlechte Wahl. Sie sind unnötig groß, verstopfen das Postfach und der Empfänger riskiert, sich einen Virus einzufangen. Der Pressetext sollte lieber direkt in der E-Mail stehen. So kann ihn der Journalist schnell kopieren und weiterverarbeiten: Die Chance auf Veröffentlichung steigt immens. Ähnliches gilt für Bilder. Hier reicht ein Link vollkommen aus.

  9. CC anstatt BCC
  10. Niemand ist gerne nur Teil einer großen Masse. Daher sollten wir unsere Empfänger immer direkt ansprechen. In Ausnahmefällen können Sie auf „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurückgreifen – aber hier dürfen Sie niemals alle E-Mail-Adressen in das CC-Feld kopieren. So entblößen Sie Ihre Empfänger und geben deren E-Mail-Adressen an andere weiter. Das BCC-Feld ist die bessere Wahl, wenn man es sich nicht mit seinen Kontakten verscherzen will.