Home Grundlagen der PR Wie erschaffe ich eine Corporate Identity?

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Corporate Identity ist die Identität eines Unternehmens. Soweit die Übersetzung. Doch was bedeutet Corporate Identity genau? Unternehmer bekommen eingebläut, dass sie so etwas unbedingt brauchen und allgemein wird Corporate Identity (CI) als unverzichtbar eingestuft. Aber was hat es damit genau auf sich? Und was benötige ich alles, damit ich mir eine CI basteln kann?

Wer sein Unternehmen von der Konkurrenz abgrenzen will, kann dies durch eine Corporate Identity schaffen. Wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber identifizieren sollen, hilft Corporate Identity. Wer ganz generell wahrgenommen und wiedererkannt werden will, sollte sich eine Corporate Identity zulegen. Denn eine CI bestimmt, wie Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ein Unternehmen wahrnehmen. Corporate Identity ist dabei nicht eine Maßnahme, die man nebenbei erfüllen kann. Sie ist vielmehr ein großes Ganzes, das aus verschiedenen Bausteinen besteht.

Corporate Identity: Die Bausteine

  1. Corporate Design
  2. Ein Teil der CI ist das so genannte Corporate Design. Dieses fängt beim Unternehmenslogo an, zieht sich über Briefbögen, Visitenkarten und die Website bis hin zur Arbeitskleidung und der Einrichtung der Filialen und Betriebsgebäude. Farben spielen hierbei eine ebenso wichtige Rolle wie Schriftarten und eine einheitliche Architektur. Ein gutes Corporate Design steigert den Wiedererkennungswert, wirkt einheitlich, aufgeräumt und professionell.

  3. Corporate Communication
  4. Zum Thema Corporate Communication habe ich schon einmal einen separaten Beitrag verfasst. Eng mit der Corporate Communication verwandt ist die Corporate Language. Dies ist die Sprache, die ein Unternehmen spricht. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Möbelhaus IKEA. Hier werden alle Besucher und Kunden geduzt, was eine anheimelnde Atmosphäre schaffen soll. „Machs dir zuhause schön!“ Kunden sollen sich so willkommen und jung fühlen. Gleichzeitig besinnt sich das Unternehmen auf seine schwedischen Wurzeln – denn in dem skandinavischen Land gehört das „Du“ zum guten Ton.

  5. Corporate Behaviour
  6. Wie präsentiert sich ein Unternehmen nach innen und nach außen? Wie geht es mit seinen Mitarbeitern um? Welche Führungsstrukturen werden etabliert? Welcher Umgangston herrscht zwischen Vorgesetzen und Mitarbeitern, Angestellten und Kunden, Beschäftigten und Lieferanten etc.? Wie geht das Unternehmen mit Kritik um und wie regelt es seine Preispolitik und sein Finanzgebaren? All diese Fragen zielen auf das Corporate Behaviour ab. Das Unternehmen muss einheitlich festlegen, wie sich seine Mitarbeiter in diesen Fällen benehmen sollen.

  7. Corporate Philosophy
  8. Die Philosophie eines Unternehmens ist die Grundlage für die gesamte Corporate Identity, denn sie definiert die (moralischen) Werte und den grundlegenden Unternehmenszweck. „Unser einziger Zweck ist es, aus wenig Geld viel Geld zu machen!“ Das könnte eine Corporate Philosophy sein – keine besonders nette, denn offenbar zählen moralische Werte hier nicht viel. Aber es ist eine Aussage, auf die man sich verlassen kann. „Zusammen mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten wollen wir unsere Welt schöner machen und für die kommenden Generationen erhalten. Wir streben nicht nach Gewinnmaximierung, sondern nach Beständigkeit und Nachhaltigkeit.“ Welche dieser beiden Philosophien findet wohl schneller Investoren?

    Hand in Hand mit der Corporate Philosophy kommt die Corporate Culture daher, denn diese setzt die Werte der Unternehmensphilosophie in die Tat um.


4 Kommentare für diesen Artikel
  1. Früher warb IKEA mit „Das unmögliche Möbelhaus aus Schweden“. Daran erkennt man doch sehr den Wandel! 🙂 Auch wie sich das Unternehmen selbst versteht und sich gegenüber der Zielgruppe präsentiert.