Home Grundlagen der PR Kostenlose und schnelle Social Media gibt es nicht

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Social Media kostet nichts und lässt sich nebenbei erledigen. Das ist die Ansicht vieler Unternehmen und Kommunikationsabteilungen. „Wir können doch alle ganz gut schreiben – die paar Tweets und Facebook-Einträge schütteln wir nebenbei aus dem Ärmel. Das kostet das Unternehmen keinen Cent mehr.“ Es wäre schön, wenn Social Media so funktionieren würde. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus.

Social Media ist nicht nur Twitter und Facebook. Da gibt es auch noch Google+ und Youtube, Pinterest und XING, Blogs und vieles mehr. Selbstverständlich kann man einen Blog-Beitrag schreiben und diesen automatisch an die anderen sozialen Medien weiterleiten. Doch damit ist es nicht getan. Jeder Kanal muss einzeln bedient werden, wenn er erfolgreich sein soll. Will man in allen wichtigen Medien vertreten sein, braucht man daher einen genauen Plan – und sehr viel Zeit.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kommunikationsabteilungen meist chronisch unterbesetzt sind. Zuviel Arbeit für zu wenige Menschen. Diesen Mitarbeitern kann man nicht einfach zurufen: „Mach mal ein bisschen Social Media nebenher.“ Denn wer sich in den sozialen Medien bewegt, muss nicht nur ein paar Texte schreiben. Er muss auch überprüfen, wie diese aufgenommen werden. Er muss Stimmungen erkennen und schnell reagieren, wenn negative Schwingungen entstehen. Er muss immer genau sagen können, was in den sozialen Medien über das eigene Unternehmen gesprochen oder geschrieben wird. Ich will denjenigen sehen, der das neben seiner täglichen Arbeit hinbekommt.

Social Media lässt sich also nicht nebenbei erledigen – zumindest nicht, wenn man es richtig machen will. Und damit ist Social Media auch nicht kostenlos. Zwar bieten Facebook, Twitter, Google+ und Co. ihre Dienste kostenfrei an, jedoch verursacht ein eigener Social-Media-Manager zwangsläufig höhere Personalkosten.

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