Home Einfach schön schreiben Präsentationen effizient gestalten und einsetzen

Print Friendly

Powerpoint-Folien dürfen nicht vollgestopft sein. Jeder Mensch weiß das. Warum hält sich dann niemand daran? In meinem ganzen Leben habe ich noch keine Präsentation gesehen, die alle Regeln befolgte. Noch nicht einmal meine eigenen sehen so aus. Denn je weniger ich schreibe, desto mehr kommt von Kundenseite hinzu.

„Nein, diesen Punkt dürfen wir auf keinen Fall weglassen!“ – „Sie sollen ihn nicht weglassen, nur nicht auf die Folie schreiben. Sagen können Sie das gerne.“ – „Nein, nein, nein, da machen wir uns am Ende noch angreifbar. Nein, wir packen alles auf die Folie. Dann kann am Ende niemand sagen, wir hätten das nicht erwähnt.“ So oder ähnlich sehen tägliche Szenen zwischen Geschäftsleuten und ihren PR-Beratern aus. Am Ende folgt ein Machtwort – und die neue Präsentation wird genauso zugemüllt wie all ihre Vorgänger.

Schlechte Powerpoint-Präsentationen gibt es definitiv mehr als gute und sie enthalten immer wieder die gleichen Fehler. Schlechte Präsentationen…

  • sind mit vielen Stichpunkten überladen
  • enthalten mehr als zwei Schrifttypen
  • sind unruhig durch zu viele Farben
  • haben redundante Überschriften
  • langweilen durch starre Grafiken
  • enthalten überflüssige Effekte
  • enthalten Fußnoten
  • sind eine Zusammenfassung der Rede!

Sicherlich kann man darüber streiten, wie knackig eine Präsentation sein darf. Doch sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass sie die Rede nur unterstützen soll. Sie muss das Gesagte betonen und darf es nicht wiederholen. Sobald der Zuschauer viel Text vor sich sieht, fängt er an zu lesen – und der Redner ist vergessen. Daher sollten wir wenigstens versuchen, die folgenden Ratschläge umzusetzen. Denn gute Präsentationen…

  • haben nur eine Botschaft pro Folie
  • verpacken diese eine Botschaft pro Folie in eine Zeile
  • sehen einheitlich und aufgeräumt aus
  • setzen visuelle Effekte gezielt und sparsam ein
  • sind ohne die Rede unverständlich
  • befolgen die 10/20/30-Regel nach Guy Kawasaki: 10 Folien, 20 Minuten, Schriftgröße 30!

Wer nach dem Vortrag seine Präsentation mitgeben will, sollte diese Version selbstverständlich ausführlicher gestalten. Hier müssen dann alle Zahlen und Fakten enthalten sein. Jedoch sollte man darauf achten, dass dieses Dokument erst nach dem Vortrag herausgegeben wird. Sonst hört niemand zu.