Home Einfach schön schreiben Kurze Wörter sind immer besser als lange

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Linguisten und Sprachforscher sind sich einig: Je kürzer ein Wort ist, desto besser versteht man es. Für einen Journalisten bedeutet das, dass er so einfach wie möglich schreiben muss. Denn die kurzen Wörter sind die besten. Lange Wörter sind meist schwer verständlich und verschleiern den Inhalt – daher eignen sie sich perfekt als Amtsdeutsch.

Wenn möglich sollte ein Wort niemals mehr als drei Silben haben, besser sind zwei oder nur eine Silbe. Nun wissen wir alle, dass das oft nicht so einfach ist. Pressestellen müssen bestimmte Begriffe verwenden; einfach weil es die Politik des Unternehmens vorschreibt. Auch gibt es Wörter, die man nicht durch kürzere austauschen kann. Unternehmen ist z. B. solch ein Wort. Zwar könnte man Firma oder Geschäft schreiben – der Sinn wäre jedoch ein anderer.

Das Kind beim Namen nennen

Trotzdem ist die Spielwiese groß, wenn man lange Wörter verkürzen will. Bestes Beispiel sind alle ung-Wörter. Diese lassen sich meist durch einfache, kurze Verben ersetzen. Oder man wählt ein Hauptwort, das kürzer und treffender ist. So ist eine Herausforderung z. B. oft nichts anderes als ein Problem. Eine Zielsetzung ist meist weniger wert als ein konkretes Ziel. Und bevor man ein Kündigungsrecht ausübt, könnte man einfach kündigen.

Zudem gibt es viele Verben, die alles andere als kurz sind. So kann man denken statt zu überlegen oder etwas tragen statt es zu transportieren. Anstatt sich für ein Finale zu qualifizieren kann man es erreichen und den folgenden Sieg feiern und nicht zelebrieren.

Die gute, alte Kiss-Regel greift damit auch beim Thema Wortlänge!

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