Home Neudeutsch für Anfänger Dresscode: ein Wegweiser durch die Fettnäpfchen

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Mit meinem heutigen Artikel treffe ich wohl genau den Zahn der Zeit. Denn soeben zwitscherte die Telekom Karriere-Abteilung, dass heute ihre Themenwoche startet: Machen Kleider wirklich Leute? Unabhängig davon und doch passend, widme ich mich dem neudeutschen Wort „Dresscode“.

Dieser Begriff ist eine Zusammensetzung der Worte „to dress “ und „code“. Übersetzt ist ein Dresscode damit eine Regel, wie man sich kleiden sollte. Also, eine Kleiderordnung! Vorwiegend trifft man Dresscodes in der beruflichen Welt, jedoch können sie z. B. auch auf Hochzeiten vorgeschrieben sein. Diese Regel ist niemals einheitlich, sondern je nach Branche oder Veranstaltung unterschiedlich. Angestellte einer Bank müssen in der Regel mit Anzug und Krawatte erscheinen, Verkäufer in einer Boutique sollten sich dem Stil des Hauses anpassen. IKEA-Angestellte tragen die vorgeschriebenen T-Shirts, Politiker kleiden sich konservativ.

Selbstverständlich haben wir nicht nur den Begriff „Dresscode“ aus dem Englischen übernommen, sondern auch die Bezeichnungen der vielen kleinen Unterformen. Da gibt es z. B. die Bürokleidung, die heute nur noch „business wear” heißt. Oder ist Ihnen „smart casual wear” lieber? Ich persönlich bevorzuge ja Freizeitkleidung – diese heißt mittlerweile „casual wear“ und sollte auf gar keinen Fall mit der „smart casual wear” verwechselt werden.

Da man bei diesen ganzen „wears“ schon einmal durcheinander geraten kann, gibt es auf knigge.de das Dresscode Einmaleins. Hier wird jede dieser Kleidungsarten erklärt, was man tragen darf und wovon mal lieber die Finger lässt. Und da man sich selbst bei einem „casual friday“ in die Nesseln setzen könnte, gibt es auch hierzu einen kurzen Absatz.

Wenn man irgendwo neu anfängt, gilt übrigens die Devise: Lieber etwas zu schick erscheinen, als zu „casual“! Wenn die neuen Kollegen alle in Jeans und T-Shirt kommen, kann man sich am nächsten Tag anpassen. Wenn man jedoch als Einziger in Jeans erscheint, hinterlässt man womöglich einen schlechten ersten Eindruck.

3 Kommentare für diesen Artikel
  1. Hallo Frau Schwarz,

    sprachlicher Hinweis: Sie treffen den Nerv der Zeit, nicht den Zahn. Der Zahn der Zeit nagt an etwas und bedeutet Alterung – das dürfte nicht gemeint sein. Ansonsten: Weiter so.

    • Hallo Herr Bargmann,

      das kommt dabei heraus, wenn man drei Dinge gleichzeitig macht 😉 Danke für den Hinweis! Als Mahnung für meine weitere Arbeit, werde ich diesen Fehler aber nicht berichtigen.