Home Grundlagen der PR Public Relations: Großer Name, viel dahinter

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Seit Ende Februar werfe ich immer wieder einen Begriff in den Raum, ohne ihn zu erklären. Heute soll er endlich definiert werden. Das wird auch Zeit. Denn schließlich will dieser Blog „Das Nachschlagewerk für gute PR und Redaktion“ werden. Da sollte ich klären, was ich mit PR meine.

Der Begriff „Public Relations“ bedeutet wörtlich „öffentliche Beziehungen“. Für gewöhnlich wird er jedoch mit „Öffentlichkeitsarbeit“ übersetzt. Meist handelt es sich um eine Abteilung in einem Unternehmen. Diese ist für die Kommunikation nach innen und außen zuständig. Aber auch alle anderen Teile der Gesellschaft pflegen ihre öffentlichen Beziehungen: Gemeinden, Institutionen, Parteien, Vereine, Privatpersonen u. s. w.

Zielgruppen der Public Relations

Alles und jeder kommuniziert mit allen und jedem. So lassen sich die Beziehungen wohl am besten beschreiben. Jeder betreibt auf die eine oder andere Weise Öffentlichkeitsarbeit. Und das in alle Richtungen. Ein Unternehmen spricht z. B. nicht nur seine Kunden und Aktionäre an. Auch Lieferanten, Politiker, Mitarbeiter, Medien, Analysten, Anwohner etc. sind Zielgruppen der Public Relations.

Dabei redet man nicht einfach nur an die Zielgruppen heran. Man baut Beziehungen auf, die einem später nützlich sein könnten: Der Bürgermeister wird umgarnt, damit er einem späteren Werksausbau zustimmt. Die Mitarbeiter werden durch Sommerfeste bei Laune gehalten, die Anwohner durch einen Tag der offenen Tür positiv gestimmt. Imagepflege und Aufbau von Beziehungen – das macht Public Relations aus.

Instrumente der Public Relations (Auswahl)

  • Pressearbeit
    Die Pressearbeit beschränkt sich nicht nur auf das Schreiben von Pressemitteilungen. Auch die folgenden Punkte fallen in diesen Bereich: Autorenbeiträge, Interviews, Reden, Presseanfragen, Bildmaterial, Pressekonferenzen, Pressegespräche, Kundenveranstaltungen etc.
  • Interne Kommunikation
    Typische Maßnahmen bei der internen Kommunikation sind Mitarbeiterzeitschriften, Newsletter, Intranet, Veranstaltungen für Mitarbeiter und Seminare.
  • Investor Relations
    Hier werden speziell Aktionäre, Investoren und Analysten angesprochen und zwar durch Pflichtveröffentlichungen (Ad-hoc-Nachrichten, Stimmrechtsmitteilungen etc.), Geschäftsberichte, Analystenkonferenzen, Hauptversammlungen u. s. w.
  • Online-Kommunikation
    Die herkömmlichen Unternehmens-Websites erhalten immer mehr Zusatzfunktionen (u. a. Download-Center und Newsrooms). Daneben gewinnen neue Medien immer mehr Einfluss – so z. B. Blogs, Facebook und Twitter.
  • Beobachtung und Auswertung
    Man darf nicht nur fleißig schreiben. Man muss auch beobachten, welche Medien über einen berichten. Hierfür werden z. B. Pressespiegel gepflegt und Medienresonanzanalysen erstellt.

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