Home Grundlagen der PR PR-Grundsatz: Fleißig schreiben und erreichbar sein!

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Pressemitteilungen schreiben und Pressespiegel aktualisieren. Das sehen viele Pressereferenten als ihre Hauptaufgabe an. Und sicherlich ist das ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Was viele jedoch vergessen: Eifrig schreiben und ablegen bringt nicht viel, wenn man sein Unternehmen in die Medien bringen will. Man muss sich als Ansprechpartner anbieten und erreichbar sein!

Ein Journalist hat wenig Zeit. Wenn er einen Gesprächspartner sucht, muss er die Kontaktdaten schnell finden. Sonst fragt er eben jemand anderen. Für Sie als Unternehmen bedeutet das eine verschenkte Chance. Doch das kann man verhindern:

Kontaktpersonen auf Website

Auf einer Website muss der Bereich „Presse“ klar und deutlich erkennbar sein – so finden sich Journalisten gleich beim ersten Besuch zurecht. Von der Startseite darf es maximal zwei Klicks dauern, bis der Journalist seinen Ansprechpartner gefunden hat. Will heißen: Entweder findet er ihn gleich auf der „Presse“-Seite oder einen deutlichen Hinweis „Kontakt“.

Der Name des Pressereferenten allein reicht nicht aus. Eine persönliche E-Mail-Adresse und die Telefonnummer mit Durchwahl sollten es schon sein. Ihrer Zentrale ersparen Sie dadurch lästige Weiterleitungen – und der Journalist wird es Ihnen danken, wenn er Sie sofort in der Leitung hat.

Viele Bosse haben Angst, die direkten Kontaktdaten Ihrer Mitarbeiter zu veröffentlichen. Sie denken, dass sie durch Geheimniskrämerei ein Abwerben ihrer Leute verhindern. Diese Angst ist vielleicht berechtigt, aber bei der Pressearbeit muss man dieses Risiko eingehen. Sonst wird die „Öffentlichkeitsarbeit“ ganz schnell zur „internen Kommunikation“.

Pressemitteilung: Ansprechpartner nicht vergessen

Wenn Sie eine Pressemitteilung verschicken, denken Sie an den Rückfragehinweis! Dieser findet sich am unteren Ende der Meldung und erspart Journalisten die Suche auf der Website. Wenn möglich sollte auch hier eine persönliche E-Mail-Adresse und direkte Durchwahl angegeben werden.

Pressemitteilungen vs. Urlaub

Sie haben ein halbes Jahr an einem Projekt gearbeitet. Sie konnten keinen Urlaub nehmen. Und jetzt haben Sie endlich die finale Pressemeldung verschickt. Projekt abgeschlossen, alle informiert, ab in den Urlaub! Das ist eine natürliche Reaktion – aber leider der schlechteste aller denkbaren Wege. Denn wer soll nun die Nachfragen beantworten?

Besser: Stehen Sie nach Versand der Pressemitteilung noch ein paar Tage zur Verfügung. Journalisten telefonieren sonst ins Leere und bringen die Meldung womöglich gar nicht. Nach einem halben Jahr ohne Urlaub kommt es auf die drei Tage auch nicht mehr an.

Ausnahme: PR-Dienstleister

Wenn ein Unternehmen mit einem PR-Dienstleister zusammenarbeitet, kann es diese Vorschläge natürlich nur bedingt umsetzen. In einem solchen Fall, hält die Zentrale die Fäden in der Hand. Sie leitet die Anfragen weiter – entweder direkt an die Geschäftsführung oder den Dienstleister. Eine schnelle Absprache ist hier besonders wichtig!

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