Home Grundlagen der PR Mit Teasern die Klickrate steigern

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Sie lesen gerade einen Teaser. Dieser Teaser soll dafür sorgen, dass Sie auf den Link klicken und den ganzen Beitrag lesen. Ob er das schafft, hängt von vielen Faktoren ab: seiner Länge, seinem Aufbau, seinem Inhalt. Und natürlich davon, ob Sie die Antwort auf folgende Frage wissen wollen: Was macht einen guten Teaser aus?

Aus Online-Redaktionen sind Teaser nicht wegzudenken. Jedoch scheiden sich an ihnen die Geister. Unumstritten ist, dass sie wichtig sind. Aber beim Inhalt und der Form fängt der Streit schon an. Jedoch führen viele Wege nach Rom und daher gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, einen Teaser zu gestalten.

1. Funktion eines Teasers

Ein Teaser soll den Leser anfüttern. Er soll einen Anreiz schaffen und zum Weiterlesen animieren. Er hat seinen Sinn erfüllt, wenn der Leser auf den angebotenen Link klickt. Danach braucht man ihn nicht mehr. Unterm Strich geht es also nur darum, einen Klick zu provozieren.

2. Inhalt eines Teasers

Nun kommen wir zum Streitpunkt: Was gehört in einen Teaser hinein? Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Der Teaser gibt den Inhalt des Beitrags wieder. Damit liefert er kurz Antworten auf die W-Fragen. Aber Vorsicht: Verraten Sie nicht zu viel! Wenn Sie z. B. schreiben, dass eine Konferenz ergebnislos blieb, wird der Leser nicht weiterlesen. Denn er weiß schon jetzt, dass nichts Interessantes mehr kommt.
  • In einem Teaser können Sie auch Fragen aufwerfen. Wenn diese Fragen unbeantwortet bleiben, steigen die Chancen für einen Klick. Aber darf man hierbei nicht zu kryptisch sein! Der Leser verliert das Interesse, wenn er nicht versteht, worum es geht.
  • Es gibt auch Teaser, die sich an keine dieser Vorgaben halten. Meine eigenen Teaser schätze ich so ein und würde sie daher mehr als „Anmoderation“ bezeichnen. Man umschreibt ein Problem und weckt so den Wunsch des Lesers, eine Lösung zu finden. Oder man sagt ganz unverblümt, was den Leser im Beitrag erwartet. Manchmal schreibe ich auch einfach nur drauf los und hoffe, dass der Teaser Lust aufs Weiterlesen macht.
  • Wie Sie Ihren Teaser aufbauen und was Sie hineinschreiben, liegt ganz in Ihrem Ermessen – solange Ihnen der Erfolg Recht gibt. Denn: Erlaubt ist, was geklickt wird!
3. Länge eines Teasers

Die Länge des Teasers wird durch die jeweilige Redaktion oder technische Vorgaben bestimmt. Viele Nachrichten-Redaktionen erlauben nur 160 Zeichen. Ich kann maximal 370 Zeichen schreiben. Danach bricht mein Template den Text automatisch ab. Die Länge des Teasers liegt also meist nicht im Ermessen des Redakteurs. Nennen wir es höhere Gewalt!


2 Kommentare für diesen Artikel
  1. Das ist ein sehr interessanter Bericht, es ist unglaublich, welche Feinheiten beachtet werden müssen. Da kommt man als Laie nicht mehr zurecht. Gibt es günstige Agenturen? Oder kann jemand Tipps geben wo man verständliche Literatur bekommt. Eben für Laien, les-und anwendbar.
    Im voraus vielen Dank für die Hilfe: info(ät)www.ronny.de

    • Hallo,
      Buchtipps zum Thema Redaktion und guter Schreibstil habe ich in der rechten Spalte ganz unten eingefügt. Bei der Suche nach einer guten Agentur kann ich gerne weiterhelfen. Einfach E-Mail an kontakt@kommunikationsabc.de!