Home Grundlagen der PR Wann ist eine Info eine Insiderinformation?

Print Friendly

Im vorherigen Beitrag habe ich kurz angerissen, worin die Unterschiede zwischen einer Ad-hoc-Meldung und einer Pressemitteilung liegen. Hierbei fiel auch der Begriff „Insiderinformation“. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie jetzt.

Bei der Insiderinformation ist der Name Gesetz: Denn es handelt sich um Wissen, dass nur ein Eingeweihter haben kann – also ein Insider. Typische Personen sind Vorstände, Aufsichtsräte, Anwälte, Manager usw.

Beispiel: Eine börsennotierte Aktiengesellschaft plant den Verkauf eines Unternehmensteils. Jedoch will sie nicht, dass die Sache vor Vertragsunterzeichnung publik wird. Der Vorstand weiß Bescheid, ebenso die Anwälte, verschiedene Sekretärinnen, die betroffenen Manager, der Käufer etc. Alle diese Menschen verfügen damit über geheimes Wissen, die so genannte Insiderinformation.

Dieses Wissen ist nicht öffentlich bekannt. Aber wenn die Info bekannt würde, hätte sie erheblichen Einfluss auf die Kursentwicklung der Aktie.

In § 13 des Wertpapierhandelsgesetzes heißt es wörtlich:

„Eine Insiderinformation ist eine konkrete Information über nicht öffentlich bekannte Umstände, die sich auf einen oder mehrere Emittenten von Insiderpapieren oder auf die Insiderpapiere selbst beziehen und die geeignet sind, im Falle ihres öffentlichen Bekanntwerdens den Börsen- oder Marktpreis der Insiderpapiere erheblich zu beeinflussen. Eine solche Eignung ist gegeben, wenn ein verständiger Anleger die Information bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigen würde. Als Umstände im Sinne des Satzes 1 gelten auch solche, bei denen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass sie in Zukunft eintreten werden. […]“*

* Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/wphg/__13.html

2 Kommentare für diesen Artikel
  1. […] Die Ad-hoc-Mitteilung muss eine Neuigkeit enthalten, die den Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen könnte. Also nur die wirklich wichtigen Dinge, wie z. B. eine Kapitalerhöhung, den Verkauf eines Unternehmensteils oder den überraschenden Rücktritt des Vorstands. Diese Nachricht darf im Markt noch nicht bekannt sein und muss sofort nach ihrem Eintritt veröffentlicht werden (Stichwort: Insiderinformationen). […]