Home Neudeutsch für Anfänger „asap“ in der Betreffzeile – und der Tag ist gelaufen

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Später Nachmittag in einer handelsüblichen Presseabteilung: Der Chef hat seine sieben Sachen gepackt und ist in den Feierabend entschwunden. Der Pressereferent freut sich, denn nun kann auch er pünktlich nach Hause gehen. Da kommt eine E-Mail vom Blackberry des Chefs herein. Betreffzeile: Erledigung asap. Und der Feierabend rückt in weite Ferne…

Der Begriff „asap“ ist eine englische Abkürzung. Ausgesprochen heißt es „as soon as possible“, also „so schnell wie möglich“. Für unseren Pressereferenten bedeutet das, dass er den Auftrag am besten noch heute erledigt. Feierabend ade!

Dennoch kann er sich glücklich schätzen. Denn ihm wurde die Entscheidung abgenommen, was wichtig ist und was nicht. Es gibt auch andere Mitmenschen: Diese kennzeichnen einfach alle E-Mails mit „asap“ und/oder roten Ausrufezeichen.

Auch wenn es kaum zu glauben ist: Man kann „asap“ auch noch steigern! Die deutsche, noch dringendere Variante lautet „asapst“. Im Grunde vollkommener Quatsch, denn wie soll man etwas schneller als möglich erledigen? Aber auch hierfür findet sich im deutschen Büro-Sprachgebrauch eine Antwort:

Mitarbeiter: „Bis wann brauchen Sie das?“
Chef: „Bis gestern!“

5 Kommentare für diesen Artikel
  1. […] Die FYI-Mail hat übrigens auch eine kleine Schwester, bei der die Einordnung wesentlich leichter fällt: Die FYA-Mail. FYA heißt „for your amusement“. Eine mit diesem Zusatz gekennzeichnete E-Mail ist niemals wichtig. Doch komischerweise werden diese Nachrichten meist sofort gelesen – noch vor den FYI- und den asap-Mails. […]