Der Sommer ist rum – zumindest wenn wir aus dem Fenster schauen. Vorbei sind die Tage, an denen wir auf einer Berghütte mit jedem gleich per du waren; an denen wir am Baggersee bei der Ansprache fremder Menschen keine Unterschiede machten zwischen Jung und Alt; an denen der lockere, schon fast flapsige Umgang miteinander alltäglich war. Unsere Büros, Schreibtische und Aktenstapel haben uns wieder. Die Flip Flops haben wir gegen schicke Lederschuhe eingetauscht; lockeres Geschnatter

Besserwisser mag niemand. Ich auch nicht. Daher halte ich mich fast immer zurück, wenn jemand bei der deutschen Sprache daneben greift. Schließlich erzähle ich auch genug Blödsinn, wenn der Tag lang ist. Und nicht jeder kann immer alles wissen. Doch wenn ich sehe, dass von hochoffizieller Seite Schindluder mit unserer schönen Sprache betrieben wird, kann ich nicht meine Klappe halten. Schon gar nicht, wenn es sich dabei um einen ganz eindeutigen Fehler handelt. Eigenheiten im

Gerade neulich kam mal wieder die Frage auf, ob wir eigentlich Englisch oder englisch sprechen. Französisch oder französisch, Spanisch oder spanisch, Italienisch oder italienisch? Aus dem Bauch heraus lautet meine Antwort auf diese Frage: Beides ist möglich. Doch habe ich mich nie weiter bemüht, eine offizielle Begründung für mein Bauchgefühl zu finden. Bis vor ein paar Tagen. Als ich nicht einfach nur antworten wollte „geht beides“, sondern als ich begründen wollte, warum das so ist.

Bereits sieben Jahre ist es her, da erschien hier auf dieser Website der Artikel: Vorsicht bei eingeschobenen Nebensätzen. Meine Güte, die Zeit rast. Und trotzdem machen wir heute noch die gleichen Fehler wie damals: Einschübe, Unterbrechungen und unnötige Details zwischen zwei Kommata. „Mittels der Partnerschaft zur Regenguss GmbH, einem 2015 gegründeten Unternehmen innerhalb der Schlechtwetter-Gruppe, könne man, vor allem mit Blick auf die Internationalisierung gewerblicher Kunden, deutlich leistungsfähiger und schneller agieren.“ Ein Satz, bei dem

Vor einiger Zeit erhielt ich ein sehr schönes Lob für eine meiner Bastelarbeiten. „Zauberschön“ sei mein kleiner Weihnachtsstern gewesen. Zauberschön? Wie toll! Da fühlt man sich doch gleich wie eine Elfe, die über taubesetzte Blütenblätter tänzelt. Zauberschön – das kann ja nur ein Lob sein. Oder etwa nicht? Tatsächlich finde ich keine Bestätigung von offizieller Seite, dass zauberschön ein Kompliment ist. Um ehrlich zu sein: Ich finde keine Bestätigung, dass zauberschön überhaupt ein Wort ist.

Satzzeichen richtig setzen. Das ist eine größere Herausforderung, wenn man nicht täglich schreibt. Gerade die Kommaregeln haben sich in den letzten Jahren mehrfach verschoben. Was früher noch vortrefflich nach Gefühl ging, ist heute nicht mehr ganz so einfach. Manchmal habe ich den Eindruck, dass im Zweifel alles erlaubt ist, was man selbst toll findet. Nicht nur bei Kommata. Auch bei Anführungszeichen, manchmal Gänsefüßchen genannt, wie ich neulich feststellen musste. Blanke Anarchie! „Bitte“ achten Sie auf

Nach jahrelangem Hin und Her habe ich mich entschieden. Nein, stimmt nicht. Entschieden habe ich mich schon vor Jahren. Doch bisher hatte ich einfach nicht den Ars… in der Hose, es tatsächlich durchzuziehen. Das kommunikationsABC und meine anderen beiden Blogs werden künftig nicht mehr auf facebook vertreten sein. #deletefacebook heißt das Motto der Stunde. Doch mein Schritt hat nichts mit dem aktuellen Datenskandal zu tun. Denn der deckt nur auf, was ich ohnehin schon immer